Institut für Beziehungsentfaltung
Dr. Rouven Gehr | Miriam Krafft

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Bild: Paartherapie Eheberatung Saarbrücken

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Verbindlichkeit

Verbindlichkeit hat viel mit Integrität zu tun. Wenn Sie verbindlich sein wollen, müssen Sie herausbekommen, was Sie wirklich fühlen und denken. Sie müssen Ihre Wahrheit und Ihre Werte kennen lernen.

Hier liegt ein wesentliches Problem. Echte Verbindlichkeit ist selten. Das liegt aber nicht daran, dass Menschen ihre Partner absichtlich und mit böser Absicht hintergehen. Es liegt vielmehr daran, dass die wirkliche eigene Wahrheit und Haltung zu verschiedensten Themen nicht gespürt wird, solange man keine Notwendig sieht, sich wirklich mit dem Thema auseinander zu setzen. Dann findet man sich scheinbar plötzlich in einem Zwiespalt wieder, der zu unverbindlichem Handeln führt. Dies wird dann irgendwie gerechtfertigt oder schöngeredet. Oftmals führt das dann zu Verletzungen, Vorwürfen oder Lügen – in jedem Fall zu Enttäuschung.

Was tatsächlich passiert, ist dass in Beziehungen vielfach unreflektiert unbewusst getroffene Kompromisse eingegangen werden, hinter denen man gar nicht wirklich steht. Es ergeben sich meist unausgesprochene oder auch ganz bewusst formulierte „Spielregeln“, die jedoch nicht wirklich den Überzeugungen beider Partner entsprechen.

Wenn Sie glücklich sein wollen, können Sie langfristig nur verbindlich sein, wenn Sie sich wirklich an die Abmachung halten können, ohne dass ein zu wesentlicher Teil Ihrer Gefühlswelt oder ein essentielles Bedürfnis davon berührt wird.

Im Idealfall treffen Sie Vereinbarungen zu wesentlichen Themen dann, wenn Sie auf den Tisch kommen. Vereinbarungen können und sollen sich entwickeln und ändern sowie sich den wechselnden Gegebenheiten anpassen. All dies jedoch in klarer Absprache und einvernehmlich. Während eine Vereinbarung gilt, haben Sie nur die Möglichkeit, verbindlich zu sein. Alles andere wäre ein soziales Ausschlusskriterium für Sie. Das heißt, Sie müssen lernen, Ihre Wünsche und emotionale Wahrheit zu kommunizieren und können nur Verbindlichkeiten eingehen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie es auch wirklich können.

Um herauszufinden, in wie fern Sie verbindlich sein können, müssen Sie sich öfters und immer mal wieder die folgende Frage ehrlich und ohne Rücksicht auf die Gefühle des Partners bzw. der Partnerin beantworten:

Was wollen Sie wirklich wirklich?

In jedem Fall ist für Vereinbarungen und Verbindlichkeit offene Kommunikation notwendig – dies gilt besonders dann, wenn sich etwas am vorherigen Zustand ändert. Ich empfehle Ihnen eine generelle Vereinbarung, die besagt, dass wenn sich an irgendeinem Zustand in der Beziehung etwas wesentliches ändert, der jeweilige Partner der/die Erste ist, der/die es erfährt. So ist gewährleistet, das jedwede Veränderung möglich ist, während ein Höchstmaß an Sicherheit und Halt geboten wird. Wenn es nur eine Vereinbarung geben sollte, dann die, dass im Vorfeld über alles offen gesprochen wird.

Schreiben Sie uns gerne die Themen, die Sie besonders interessieren, und wir nehmen sie in das Wiki auf.

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Dr. rer. nat. Rouven Gehr
Kulturanthropologe & Paartherapeut
Miriam Krafft
Psychologin (M.Sc.) & Sexualtherapeutin
- in Praxisgemeinschaft -
Großherzog-Friedrich-Straße 66
66121 Saarbrücken

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